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Vergütung

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

In Deutschland ist die Vergütung des Solarstroms im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt.

Das Ziel des EEG ist es, die Energieversorgung aus regenerativen Quellen voranzutreiben. Es dient deshalb vor allem dem Klimaschutz und soll die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern (z.B. Erdgas, Erdöl) verringern.

Solarstromvergütung

Durch das EEG wird geregelt, das Sie mehr Geld für eingespeisten Strom erhalten als Sie für bezogenen Strom zahlen müssen. Die entsprechende Solarstromvergütung ist für 20 Jahre festgelegt. Der Antrag zur Vergütung von Solarstrom ist beim Energieversorger zu stellen, indem die Anlage beim Netzbetreiber gemeldet wird. Im Normalfall übernimmt diese Aufgabe die von Ihnen beauftragte Firma.

Sie ist abhängig von:

  • dem Jahr der Inbetriebnahme
  • der Anlagengröße (bis 30 kWp, ab 30 bis 100 kWp, über 100 kWp)
  • und der Art der Aufstellung (z.B. Dach- oder Freilandanlage).

Vergütung 2009

Anlagetyp An oder auf einem Gebäude Freiland-anlage Eigennutzung des produzierten Stroms
bis 30 kWp 30 - 100 kWp 100 kWp - 1 MWp ab 1 MWp bis 30 kWp
Vergütung in Cent 43,01 40,91 39,58 33,0 31,94 25,01

Vergütung 2010

Anlagetyp An oder auf einem Gebäude Freiland-anlage Eigennutzung des produzierten Stroms
bis 30 kWp 30 - 100 kWp 100 kWp - 1 MWp ab 1 MWp bis 30 kWp
Vergütung in Cent 39,14 37,23 35,23 29,37 28,43 22,76
Senkung zum Vorjahr 9 % 9 % 11 % 11 % 9 % 9 %

Hinweis:

  • Ab 1.1.2009 ist die Nutzung des selbst produzierten Stromes möglich, wenn die Anlagenleistung kleiner 30 kWp beträgt. Für jede kWh erhalten Sie 25,01 Cent in 2009 und 22,76 Cent in 2010. Dieser Betrag unterliegt auch einer jährlichen Degression, bleibt aber ab dem Jahr der Inbetriebnahme konstant. Es besteht auch die Möglichkeit in den ersten Jahren den gesamten produzierten Strom in das Netz einzuspeisen und erst in den darauffolgenden Jahren auf Eigennutzung umzusteigen.

    Beispiel:
    Beträgt Ihr durchschnittlicher Preis pro kWh beispielsweise 20,35 Cent, so erwirtschaften Sie in diesem Fall 45,36 Cent / kWh.
  • Die jährliche Degression der Solarstromvergütung betrug bis Ende 2008 5%. Ab 2009 fällt die Solarstromvergütung für Anlagen kleiner 30 kWp jährlich um mindestens 8%, bei Anlagen über 100 kWp und Freilandanlagen um 10%. Für 2010 beträgt die Degression der Solarstromvergütung für Anlagen kleiner 30 kWp 9%. Weitere Details können Sie aus der Tabelle Vergütung 2010 entnehmen.
  • Die Zusatzvergütung für Fassadenanlagen entfällt (bis Ende 2008 wurde jede kWh mit 5 Cent zusätzlich vergütet).
  • Bei allen Anlagen die ab 2009 errichtet werden, besteht eine Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de). Im Normalfall übernimmt dies der jeweilige Installateur. Vergewissern Sie sich dennoch, dass Ihre Anlage gemeldet wurde, denn ohne Meldung ist der Netzbetreiber zur Vergütung Ihres erzeugten Stroms nicht verpflichtet.

Beispiele:

  • Wenn Sie z.B. im Oktober 2009 eine Anlage bis 30 kWp auf Ihrem Dach errichten, erhalten Sie bis Ende des Jahres und für die kommenden 20 Jahre 43,01 Cent / kWh.
  • Bei Freilandanlagen, die 2009 montiert werden, erhalten Sie für jede kWh 31,94 Cent.
  • Bei Anlagen mit einer Leistung über 30 kWp werden die ersten 30 kWp mit dem normalen Satz von 43,01 Cent vergütet. Darüber hinaus erhalten Sie den geringeren Satz von 40,91 Cent.

Nach Ablauf der Vertragslaufzeit

Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kann die Anlage als sog. Inselanlage genutzt werden. Die Differenz zwischen erzeugtem und verbrauchtem Strom muss durch Energiespeicher ausgeglichen werden, um z.B. bei ungenügender Sonneneinstrahlung und während der Nachtstunden die Stromversorgung zu gewährleisten.

Genutzt werden solche Systeme beispielsweise in entlegenen Gebirgsregionen, in denen ein Anschluss an das öffentliche Stromversorgungsnetz aus technischen und finanziellen Gründen nicht rentabel ist. Auch für Schulen oder Siedlungen in Entwicklungsländern, in denen es kein flächendeckendes öffentliches Stromversorgungsnetz gibt, werden Inselanlagen eingesetzt.